Die besten Styling-Tipps für den Birnen - Typ

Kommt Dir das bekannt vor?

  • Hosen zu kaufen ist für Dich ein Grauen, denn entweder sind sie am Oberschenkel zu schmal, oder der Bund steht hinten ab?
  • Wenn Du zunimmst, setzt sich das Gewicht gern zuerst und vor allem an Bauch, Oberschenkeln  & Po ab? Wahres Hüftgold also :-)
  • Fallen Deine Schultern leicht gerundet ab? (so daß Träger von Tops und BH gelegentlich rutschen)
  • Sind Deine Schultern schmaler als Deine Hüften?
  • Du hast eine deutlich ausgeprägte Taille? 
Figurtyp A / Birnentyp ©S.Krüger
Figurtyp A / Birnentyp ©S.Krüger

 

Wenn Du all diese Fragen mit einem klaren „JA“ beantworten konntest, dann herzlichen Glückwunsch! Du hast die gleiche, traumhaft feminine Figur wie z.B. Beyoncé, Shakira oder Marilyn Monroe. Könnte schlimmer sein, oder?

 

Der A-Typ oder Birnen-Typ ist die wohl femininste weibliche Figur. Dennoch hadern viele Frauen damit, denn ein breites Becken und kräftige Oberschenkel sind beim Blick in Modezeitschriften und -Kollektionen alles andere als populär. Viele der Kleidungsstücke und aktuellen Kleidungsstücke lassen eine A-Figur regelrecht üppig aussehen und zaubern ihr optisch Kilos auf die Hüften, die eigentlich gar nicht da sind.

 

 

Mit diesen 5 goldenen Regeln macht auch ein Birnen-Po eine Top-Figur:

Perfekter Rock für Birnenfigur
A-Linien-Rock Knieuspielend, Boden

1. Wie bereits oben erwähnt: Deine Figur hat die femininste Form überhaupt, also kommt sie auch am besten in femininen Schnitten zur Geltung. Für Dich vielleicht hart, aber doch wahr: Röcke und vor allem Kleider sollten einen großen Teil Deiner Garderobe ausmachen.

 

2. Nutze Farben & Muster zum Ausgleich trage sie bevorzugt am Oberkörper. Wähle dunkle Nuancen für Deine untere Körperhälfte. Helle, bunte und glänzende Farben treten in den Vordergrund und kreieren optisches Volumen. Davon brauchen wir als A-Typen (ich nämlich auch) nicht noch mehr auf der Hüfte und nutzen sie daher lieber, um die Aufmerksamkeit unseres Gegenübers Richtung Gesicht zu lenken. Dunkle und matte Farben wirken unauffällig und kaschieren - optimal für Hosen und Röcke!

tolles Streifenshirt für Figurtyp A
Streifenshirt, U-Boot-Ausschnitt, Boden

3. Vermeide Lagen-Look im Hüftbereich! Dieser ist Deine breiteste Stelle und wenn gerade an diesem Punkt ein oder mehrere übereinander getragene Tops enden, wird 1. der Blick des Betrachters genau dort hingezogen, 2. wirkt das Becken durch diese Querbetonung gleich noch breiter. Wenn Du also Top und Hose oder Rock kombinierst und sich dadurch eine Unterbrechung nicht vermeiden läßt (wie z.B. bei Kleid oder Overall), dann achte darauf, daß Dein Oberteil etwas kürzer ist und gerade den Hosenbund bedeckt, um die nicht zu vermeidende Unterbrechung an einer deutlich schmaleren Stelle zu haben und dadurch schlanker zu wirken. Dein optimaler Abschluss für Shirts und Tops ist eher Asymmetrisch oder geschwungen.

 

4. Hüfthosen sind tabu! Sonst geht die bei Punkt 3 gemachte Rechnung nämlich nicht auf. Merke: tiefer Hosenbund zaubert extra breites Becken. Zum Glück leben wir in einem Zeitalter, in dem so genannte „Mom-Jeans“ nicht nur verfügbar, sondern sogar modern sind. Und damit hat sich Dein Hosenkauf-Problem auch schon erledigt: Wähle Hosen, die extra für kurvige Frauen designt sind und über einen etwas höheren Bund verfügen. Auch hier glänzt die Dream-Jeans von Mac, ebenso wie Modelle von „Angels“, „NYDJ“ oder die „Carola“ von Brax.

 

Hochgeschnittene Hose mit leichtem Bootcut von Boden

  

5. Betone Deine Schulterpartie: Je „breiter“> präsenter Deine Schulter, umso schmaler wirkt die Hüfte. Es müssen ja nicht gleich 80er-Jahre-Schulterpolster sein, doch eine klar definierte und evtll. leicht verstärkte Schulterpartie ist optimal und gleicht auch gleich die manchmal etwas kraftlose Ausstrahlung der abfallenden Schultern aus. Ein weiter, herzförmiger Ausschnitt (eine Art gerundeter V-Ausschnitt) bringt Dein schönes Dekolleté optimal zu Geltung, ein U-Boot-Ausschnitt betont die Schulterlinie horizontal und zaubert einen schönen Schwanenhals.

 

Deine besten Kleidungsstücke:

Jersey Blazer für den A-typen
Taillierter Ponte-Blazer von Boden*

Jacken: Strickjacken enden entweder auf Höhe des Hüftknochens oder reichen extra lang bis Mitte des Oberschenkels. Blazer oder „Outdoor“-Jacken enden im Hüftbereich, sind jedoch tailliert und haben z.B. einen Binde-Gürtel. Mäntel stehen Dir ganz wunderbar! Zu Hosen enden sie Mitte Oberschenkel, zu Röcken und Kleidern passen Knie-umspielende am besten.

 

Strickmantel mit Taillenband v. Boden*
Strickmantel mit Taillenband v. Boden*

Körpernahes Oberteil schulter betonendem Ausschnitt von Boden*
Körpernahes Oberteil schulter betonendem Ausschnitt von Boden*

Oberteile: Bevorzuge taillierte, relativ körpernahe Oberteile, die sich Deinen Kurven optimal anschmiegen, ohne daß Du aussiehst wie eine Presswurst. Sie sollten etwa in Höhe des Hüftknochens enden, besonders, wenn sie einen geraden Abschluss haben. Ansonsten optimal: asymmetrischer oder gerundeter Saum. Deine perfekte Bluse hat eine Prinzess- oder Wiener Naht. Die Ärmel-Einsatznaht sitzt exakt auf Deinem Schulterknochen, um die gerade Schulterlinie zu betonen. Betone Deine schönen Schultern weiterhin durch Applikationen, aufgenähte Zier-Knöpfe oder Muster in diesem Bereich. Als Ausschnitt eignen sich neben den oben bereits genannten Herz- und U-Boot-Ausschnitten auch der Wasserfall-Ausschnitt, der Deine Oberweite schön zur Gelang bringt und vielleicht noch etwas voller wirken läßt.

 

Wickelkeider sind optimal für A-Typen
Jersey-Wickelkleid von Boden*

Kleider: Deine Rettung! Tailliert geschnitten und aus weich fließendem Stoff umschmiegen sie Deine weibliche Figur und strecken schön, weil die Unterbrechung (wie z.B. bei der Kombination von Rock & Shirt) fehlt. Und es ist so schön unkompliziert! Reinschlüpfen - fertig! Kein langes Überlegen, was Du am Besten wie kombinieren solltest. Ganz optimal sind übrigens Kleider (aber auch Shirts und Blusen) in Wickeloptik.

auch Maxikleider passen optimal zum A-typ
Maxikleid, hochtailliert von Boden*

A-linien-Rock

Röcke: … sind prima für Dich. Am Besten leicht ausgestellt aus weich fallendem Material. Je fester der Stoff oder gerader die Form, umso kastiger wirkt .. die Kiste. Röcke können für den Gute-Laune-Faktor auch gern gemustert sein oder schön bunt. Achte jedoch darauf, daß das Oberteil durch seine Farbe, Material oder Schnitt leichter wirkt.

Dein Oberteil dazu sollte für eine schlanke, taillierte Silhouette den Rock-Bund gerade so bedecken. Vielleicht traust Du Dich sogar, Dein Shirt reinzustecken. Ich persönlich liebe auch (nicht zu enge) Tulpenröcke. Sie betonen die Kurven von Hüfte - aber wie ich finde auf eine sehr angenehme und auch streckende Art.

 

 

<leicht ausgestellter, Knie umspielender Rock von Boden*

 

 

perfekte Jeans fuer A-Typ
Mac Dream Jeans

Hosen: Wenn schon Hosen, dann dunkel und aus mattem Material, wie die klassische „Büro-Jeans“. Ihr Schnitt sollte relativ schmal und gerade sein, der Bund leicht erhöht. Auch Hosen, deren Bein sich leicht nach unten verengt, strecken ein wenig.

 Welcher Schnitt als am Vorteilhaftesten wahrgenommen wird, hängt jedoch auch mit der aktuellen Mode zusammen. Irgendwann hat man sich an scheinbar jeden Anblick gewöhnt. Welcher A-Typ hätte vor 10 Jahren Skinnys getragen? (damals hat man eher leichten Bootcut empfohlen) Und heute… ?  Wie auch immer, Dir sollte bewußt sein, daß - so gut die Hose auch geschnitten ist - man sieht einfach, was da ist: nämlich recht kurvige  Ober-schenkel.

 

 

BRAX Stoffhose - grey
BRAX Stoffhose - grey

Leichter Absatz für den A-Typ
CLARKS CALA JEAN - Ankle Boot - black

Schuhe: Bevorzuge einen leicht erhöhten Absatz, besonders zu Kleidern und Röcken. Selbst 3cm machen schon einen Unterschied! Eine sehr Fußfreundliche Marken-Auswahl findest Du bei Aktiv-Schuh.de.

Sei Dir bewußt, daß Du Deine Schuhe als Verlängerung des Beines nutzen kannst, was ganz hilfreich ist, denn bei den meisten A-Typen (die mir bisher begegnet sind), fielen die Beine ein wenig kurz aus… Halte daher Ausschau nach Schuhen in schmaler, nach vorn leicht spitzer werdender Form. Idealerweise sind sie farblich Ton-in-Ton mit Deinen Strümpfen und Hosen, zumindest vom Hell-Dunkel-Kontrast.

 

ROYAL REPUBLIQ LLOYD - Gürtel - black
ROYAL REPUBLIQ LLOYD - Gürtel - black

Gürtel: Deine Hosengürtel sollten ihren Zweck erfüllen, nämlich die Hose oben halten. Optisch fallen sie besser nicht so ins Auge, weil Du dadurch den Blick Deines Gegenübers Richtung Bauch lenkst. Das passiert auch leicht durch sehr große, gar eckige und ebenso wie metallisch glänzende Schnallen.

Trage auch den Hosengürtel Ton-in-Ton zu Hose, nicht zu breit, nicht zu dünn (optimal: 3,5cm) ohne Nieten und anderen Schnickschnack. Wenn Du darauf achtest, findest Du auch Schnallen, die dunkel und unauffällig gehalten sind. Wenn Gürtel, dann einer für die Taille. z.B. über ein Kleid getragen oder dem Mantel.

 

Schals & Accessoires: Sie sind optimal, um durch Dir schmeichelnde Farben und Muster den Blick auf sich und Deine Highlight-Zonen wie Gesicht, Oberkörper, Dekolleté,… zu lenken.

 

<< No.1 Bag von Pippa&Jean<<

>gemusterter Schal von Boden*>>

 

 


tolles Muster für A-Typ

Muster: Deine besten Prints wirken organ und gerundet, fließend und leicht. Auch ein asymmetrischer Muster-Verlauf wirkt sehr vorteilhaft. Wie wäre es also mit: Punkten, Floralem, unregelmäßigen Streumustern oder auch mal Animal-Print? Setze Muster am besten in Schals, am Oberkörper, im Rock oder Kleid, Deiner Handtasche oder einem Sommerschuh ein.

 

<< Ravello Oberteil von Boden* <<

 

 


Materialien:
 Bevorzuge weich fließende Materialien wie Jersey, Viskose, weiche Strickstoffe. Festere Materialien wie Jeans erhalten durch Stretchanteil einen besseren Tragekomfort.

Achte darauf, seidig schimmernde oder strukturierte Materialien vor allem am Oberkörper z.B. als (Strick-)Jacke oder Schal zu tragen. Im Beinbereich tragen sie nur noch zusätzlich auf.

 

>>kuschliger Kaschmir-Feinstrick-Cardigan, fließende Viskose und Jersey in Tops , Röcken und Kleider von Boden* >>

 

 

Deine No-Go´s auf einen Blick:

  • Hüfthosen ( läßt Deine Beine kurz und die Hüfte breit wirken )
  • Oberteile, die in Hüfthöhe enden ( -ll- )
  • Hüftgürtel ( -II- )
  • flache Schuhe zum Rock ( läßt Dich plump wirken ) 
  • aufgesetzte (Klappen-)Taschen am Po ( machen den Po unnötig voluminös )
  • Jeans-Waschungen, Muster und Applikationen im Oberschenkel-Bereich ( lassen Deine Oberschenkel sehr kräftig wirken ) 
  • RaglanärmelÜberschnittene Ärmel oder Fledermaus  ( sie runden die Schulter unvorteilhaft ab, damit wirkst Du sehr schlaff und kraftlos und durch die abfallende Schulterlinie wirkt die Figur noch Kegel-förmiger )
  • Formlose, weite Oberteile und Pullover ( kaschieren Deine Highlight-Zone > nämlich Deine schmale Taille)
  • feste Materialien ( Dein Körper ist geprägt durch weiche Rundungen und an die sich feste Materialien nicht besonders gut anschmiegen können, sondern sehr steif und kastig wirken )
  • Weiße oder sehr helle Hosen

 

Extratipp:

Möchtest Du Deine Figur nicht nur durch Kleidung, sondern auch durch einige sportliche Übungen optimieren, sollten Deine Schultern und Oberarme  - natürlich neben einem ganzkörperlich ausgewogenem Sportprogramm - ganz besondere Aufmerksamkeit erhalten. Schwimmen ist die ideale Sportart für Dich, Yoga natürlich auch und wer richtig ins Schwitzen kommen möchte: ran an die Hanteln!

 

Hier auch noch ein paar tolle Übungen vom Profi - der bezaubernden Alex Broll!

Workout für den A-Typ Birnentyp
Sexy Arme & Schultern ... gezeigt von Alex Broll / AJB Health&Fitness

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Kommentare: 5
  • #1

    Claudia Lindenau (Freitag, 03 Februar 2017 17:21)

    Vielen Dank für diesen Beitrag, den ich sehr hilfreich finde und in vielen Punkten teile.
    Was die Form und besonders den Bund der Hose angeht, bin ich -aufgrund eigener Erfahrung- anderer Meinung. Es eignet sich durchaus eine Bundhöhe 'Medium-Rise'. Dadurch verliert die Hüftpartie etwas an Rundung.

  • #2

    Daniela (Montag, 06 Februar 2017 11:57)

    Danke für den wunderbaren Beitrag. Ich scheue immer etwas vor Kleidern zurück, weil ich eben sehr kurze und dazu auch noch kräftige Beine habe. Sind da nicht Hosen vorteilhafter? Außerdem bin ich eine Frostbeule, ohne Strumpfhosen, Stiefel und Strickjacke geht da (außer im Hochsommer) ohnehin nichts. Andererseits würde ich gerne mehr Kleider tragen, ein bisschen die weibliche Seite betonen. Hast du dazu noch einen Tipp wie das trotz kräftiger Beine und "Wärmebedürfnis" gelingen kann? Vielen Dank vorab!

  • #3

    Sophie Krüger (Montag, 06 Februar 2017 12:16)

    Liebe Claudia,

    vielen Dank für Deinen Tipp! Da hast Du Recht. Man kann ja schließlich nicht davon ausgehen, daß eine Frau automatisch "zu dick" ist, nur weil sie Knochenbau-bedingt eine etwas breitere Hüfte hat. Es geht ja auch immer um die Frage: Was will ich hervorheben und wie will ich wirken? Die Femininen Kurven kommen auf vorteilhafte und streckende Weise durch die von mir oben genannten Tipps am besten zur Geltung.
    Mag die Frau Ihren Look eher etwas sportlicher, eignet sich Dein Tipp sehr gut, ganz besonders, je näher sie ihrem Optimal-Gewicht ist.

    Danke nochmal & liebe Grüße,
    Sophie

  • #4

    Sophie Krüger @ Daniela (Montag, 06 Februar 2017 12:27)

    Hallo liebe Daniela,

    ich freue mich, daß der Artikel Dir gefällt und beantworte gern Deine Fragen, denn damit kenne ich mich als Frostbeule bestens aus! :-)

    Gegen Frieren helfen ganz wunderbar Thermo-Strumpfhosen, die man im Winter überall gut zu kaufen bekommt. Darüber könntest Du noch Shapewear-Pants tragen. Das hält den Po beim Warten auf die Bahn warm (kannst Du im Büro ja wieder ausziehen) und die Strumpfhose oben.

    Außerdem fallen viele Kleider und Röcke besser, wenn man ein seidiges Unterkleid/Rock trägt. Warme Stiefel und Mantel an und los gehts!

    So wie Du Deine Figur beschreibst, sind gerade Kleider optimal für Dich, weil sie keine Unterbrechung in der Taille haben und man demnach nicht sehen kann, wie Kurz Deine Beine tatsächlich sind. Wichtig hierbei ist die optimal Länge. Die kann ich, ohne Deine Beine wirklich gesehen zu haben, hier nicht optimal benennen.
    In Kombination von Schuh/Stiefel & Strumpfhosen könnte das Kleid leicht über dem Knie enden. Empfindest Du Deine Oberschenkel oder Knie als zu kräftig dafür, wählst Du die schmale Stelle Mitte Kniescheibe, bevor das Bein sich wieder in Richtung Wade verbreitert.
    Ganz Nummer sicher (aber im Winter vielleicht ein bißchen hinderlich aufgrund der ganzen Stofflagen): ein Maxi-Rock!

    Liebe Grüße,
    Sophie

  • #5

    Daniela (Montag, 06 Februar 2017 16:44)

    Danke liebe Sophie für die ausführliche Antwort! Ich werde es mal ausprobieren, die Tipps sind gut. Ich habe eher kräftige / sportliche Waden, und leider auch keine schlanken Fesseln (dafür wie von dir beschrieben ganz dünne Arme), daher muss ich mal schauen ob ein Rock in Knielänge was für mich ist. Aber ich versuche es... Danke dir!