Wo (wer) sind Deine Ideale?

"Wer ist dein Vorbild?"

"Gibt es jemanden in deiner Branche, den du, ich sag mal, bewunderst?" "Wer ist schon da, wo du gerne hin möchtest?"

 

Das sind Fragen, die ich meinen Kundinnen während der Beratung oder auch bereits im Vorgespräch gerne stelle, um mir ein Bild von ihrem Stil und ihren Visionen zu machen. Häufig bringt diese Frage mein Gegenüber ins Grübeln, die Fragebögen bleiben an dieser Stelle gern leer und auch als ich diese Frage rein Interesse halber in den verschiedensten Facebook-Gruppen stellte, war die Beteiligung eher mäßig.   -    Das hat mich ein bisschen verwundert.

 

Stellt sich für mich also die Frage: "Ist das wirklich so ungewöhnlich, brauchen wir als Erwachsene keine Vorbilder mehr?" Bei Kindern sieht das noch ganz anders aus. Sie möchten so groß und stark werden Superman, und meine Tochter träumt davon, wie Prinzessin Lillifee zu fliegen und alles in Rosa zu verwandeln. (Vielleicht ganz gut, wenn manche Träume Träume bleiben) Etwas später dann werden Fußballstars verehr, jedoch in Einzelfällen auch Lehrer oder andere Menschen, deren Werte und Handeln den Ehrgeiz der Kinder weckt, ihnen nachzueifern.

 

Zwei verbreitete Irrtümer über Vorbilder

Doch was passiert mit unseren Vorbildern, wenn wir erwachsen werden? Sind wir dann fertig? Müssen wir nicht mehr wachsen?

 

Vielleicht liegt die Herausforderung in der Interpretation des Begriffs "Vorbild", so daß manch einer meint, das sei jemanden, den man komplett kopieren möchte. Meiner Meinung nach geht es jedoch eher um Inspiration, Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, zu erkennen dieses und jenes hat derjenige schon geschafft kann, also ist es auch für mich machbar. Gerade wenn es um das eigene berufliche Wachstum geht, empfinde ich das als sehr aufbauend. Ein anderer "Irrtum" ist möglicherweise, dass die Person, für die ich mich begeistere, in allem meinem kompletten Idealbild entsprechen muss, doch das wäre ja schon fast überirdisch.

 

Hilfreicher ist es wohl, sich für die einzelnen Lebensbereiche, in denen man noch  wachsen möchte, jeweils eine Art Leitfigur auszuwählen. Das kann Gesundheit oder Fitness sein, Ernährung, der Umgang mit Menschen, Glauben, der Beruf und natürlich auch Mode.

 

Brauchst Du wirklich ein Stilvorbild?

Womit ich wieder zum eigentlichen Ausgangspunkt zurückkehren: deinem Stil. Wenn es dir darum geht, deinen eigenen Stil weiter zu entwickeln, wird es dir möglicherweise nicht weiterhelfen, einfach ins nächste Geschäft zu gehen und dir die aktuelle Trendmode zu kaufen. Einzelne Stücke davon stehen Dir vielleicht recht gut, doch anderes passt nicht zu dem, was du bereits im Schrank hast oder du schaust in den Spiegel und denkst: "Nee, das bin ich irgendwie nicht."

 

Um da eine gerade Linie für dich zu finden, kann ein bisschen Inspiration von außen durchaus sinnvoll sein. Auch wenn dein Stil und Geschmack über die Jahre hinweg gleich gebleiben ist, dein Körper verändert sich und ebenso die Mode. Ein feminin-klassisches Outfit heutzutage sieht definitiv anders aus, als 1996. Und auch deine Maße und Proportionen werden sich über diesen Zeitraum hinweg ein wenig gewandelt haben.

 

Doch wie findest Du ein für Dich passendes Stil-Vorbild?

"Soll diese Person die gleiche Figur haben wie ich?"                      Ja und Nein.

 

Ja, denn so kannst du sicher sein, dass ein ähnliches Outfit auch wirklich zu deiner Figur passt.

 

Nein, wenn dir der Unterschied eures Figurtyps wirklich bewusst ist und es dir weniger um die exakten Schnitte geht, sondern um Stil-Inspiration, Ideen zum Zusammenstellen von Farben, Materialien, die Accessoires. Und natürlich kannst du Vorbilder haben.

 

Sehr hilfreich ist es auch, wenn du erst vor kurzem eine Farbberatung gemacht hast und dadurch Farben kennen gelernt hast, die du bisher noch nicht genutzt hast. Bei einem Stil-Vorbild, das den gleichen Farbtyp hat wie du, kannst du dir tolle Inspirationen holen. Und da ziemlich sicher ist, dass die Kleidungsstücke derjenigen nicht gleich im Geschäft um die Ecke hängen, läufst du auch nicht Gefahr, als ihre "Kopie" zu enden. Es geht einzig um Inspiration.

 

Also, hier noch einmal meine Frage an Dich:

 

- Wer inspiriert Dich?

 

- Wessen Styles, Outfits, Frisur oder Farb- kombinationen gefallen dir?

 

- Wer ist mit seinem Business schon da, wo du auch gerne hin möchtest?

 

- Wessen Blogartikel, Gedanken und Zitate bereichern dein Leben?

 

- Wessen Yogapraxis oder Ernährungs-Philosophie spornt dich an, eine fittere Variante deiner selbst  zu werden?

 

 

PS: Ok, der Gerechtigkeit halber fange ich mal an:

 

Gut Kochen: Jamie Oliver - sein Name ist für mich gleichbedeutend mit "Geschmacks-Garantie". Ich warte nur noch auf den Moment, an dem er ein rein vegetarisches Kochbuch auf den Markt bringt.

 

Mode: Ines de la Fressange trifft genau meinen Geschmack und Duchess` Kates Vorliebe für Casual-Outfits mit Streifenshirts nimmt mich durchaus für sie ein.

 

Business: Suzanne Caygill - die "Erfinderin" der Farbberatung. Sie hat mit ihrem Farbsystem die Grundlage auch für mein Business geschaffen und auch in ihrer Arbeit stand (trotz des "Systems") die Individualität des Menschen im Mittelpunkt.

 

Blog: Aktuell finde ich refinery29.com und glamupyourlifestyle.com  (obwohl ich noch nicht über 40 bin :-) ) ganz schön.

 

 

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